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TSV Viermünden/Schreufa e.V. |
Die Entstehung des Vereines
Zunächst wurde nur Fußball gespielt und zwar in den ersten Jahren ohne jegliche Verbandsbindung. Das erste Fußballspiel wurde gegen Rennertehausen ausgetragen. Spieler konnten von den anderen Mannschaften ausgeborgt werden. Neutrale Schiedsrichter gab es nicht, es konnte jemand von eigenem Verein die Spiele leiten.
Neben vielen kleinen Sorgen gab es auch einige größere Schwierigkeiten zu meistern und zu bereinigen. So blieb eigentlich bis hin zum Kriege das Problem der Unfallversicherungen bestehen. Ein anderes Ärgernis war ein großer Eschenbaum, der mitten im Spielfeld stand und das Spiel sehr behinderte. Als er dann in 1927 schließlich entfernt wurde, führte dies fast zur Parlamentskrise der Gemeindevertretung.
Bald jedoch merkte man, daß es mit Idealismus und dem Wille zu spielen allein nicht getan ist, sondern das in gewissem Maße auch Geldmittel erforderlich sind, um sich wenigstens die notdürftigsten Sportausrüstungen kaufen zu können. Aus dieser Notlage heraus fand man sich auch zum Theaterspiel zusammen und verbesserte so die Finanzlage des Vereins. 1927 wurden dann die ersten Trikots angeschafft. Sie bestanden aus schwarzen Hemden und weißen Hosen. Der Ball wurde noch von Straßenschuhen getreten, erst nach und nach wurden Fußballschuhe angeschafft.
Der Verein trat dem „Edertalspielverband“ bei, in dem noch Herzhausen, Altenlotheim, Buchenberg, Geismar, Röddenau und Birkenbringhausen spielten. Auch an Pokaltunieren nahm die Fußballmannschaft teil. So errang man 1930 in Herzhausen den ersten Platz und erhielt einen Wanderpokal, den dann Herzhausen 1932 wieder zurückgewann. 1932 war Viermünden auch Austragungsort für das Endspiel um die Meisterschaft im Edertalspielverband, das zwischen den punktgleichen Mannschaften von Herzhausen und Röddenau stattfand. Sieger wurde Herzhausen mit 3:2.
Mit dem geregelten Spielbetrieb gab es jedoch auch wieder neue Sorgen; das Transportproblem bei Auswärtsspielen. Zunächst wurden die Fahrten ausschließlich mit den Fahrrädern zurückgelegt, die sich im ganzen Dorf zusammengeborgt wurden. Später wurde dies etwas besser, als nämlich K. Rohleder in Frankenberg einen Bierverlag übernahm und die Fahrten nun gegen ein Entgelt mit dem Bierauto durchführte.
1933 wurde dann neben der vorhandenen Fußballabteilung eine Leichtathletikabteilung durch das neue Mitglied Hermann Brunner ins Leben gerufen. Doch auch im Fußball ging eine Veränderung vor sich, denn der Edertalspielverband wurde aufgelöst und an seine Stelle trat eine Spielklasseneinteilung auf Kreisebene in A-, B-, C-Klassen. Hier spielte Viermünden zunächst in der C- später in der B-Klasse und war dort zeitweise eine Spitzenmannschaft.
1935 wurde das erste Sportfest anläßlich des 10jährigen Bestehens des Vereins von inzwischen 40 Mitgliedern gefeiert. Die Mitgliederbeiträge beliefen sich bei jugendlichen bis 18 Jahre auf 10 Pfennige und bei den Erwachsenen auf 20 Pfennig.
Die Führung des Vereins hatten in diesen Jahren verschiedene Männer inne. So wurden neben Heinrich Wende auch Karl Landau für einige Jahre zum Vorsitzenden gewählt.
1940 schließlich fand der Verein sein vorläufiges Ende, denn fast alle jungen Männer waren eingezogen worden. Die letzten Fußballspiele wurden gegen Soldatenmannschaften ausgetragen, die in Viermünden einquartiert waren.
Die Gründung des TSV 1925 Viermünden/Eder
Der Krieg war zu Ende, das gröbste überstanden, da fanden sich auch wieder die ersten jungen Männer zusammen, um Fußball zu spielen. Man richtete den Sportplatz wieder notdürftig her, denn dieser war von amerikanischen Panzern völlig umgepflügt worden, und begann zu spielen.
Die Zeit zur Neuerweckung des Sportvereins war jedoch noch nicht reif, so daß die guten Spieler (K. Zimmer, G. Laube, H. Meier, A. Kruppa, H. Badurczyk) zunächst in der A-Klassenmannschaft in Schreufa spielten und erst nach der Wiedergründung des Vereins nach Viermünden zurückkamen.
Am 31. März 1950 wurde dann in Anwesendheit von 30 Sportinteressierten und des Kreisjugendpflegers der TSV 1925 Viermünden/Eder ins Leben gerufen. Der erste Vorstand des wiedergegründeten Vereins wurde der alte Sportkamerad Hermann Brunner, als Schriftführer und Kassierer stellten sich wieder Ludwig Oberlies und Heinrich Wende zur Verfügung.
Der Verein hatte sich zunächst ausschließlich dem Fußball verschrieben und in den Jahren 1952 und 1953, nun bereits unter dem 1. Vorsitzenden Werner Hackstein, wurden eine Tischtennis- und später auch ein Turnabteilung gegründet. In späteren Jahren machte man dann unter dem 1. Vorsitzenden Hans Ante den Versuch, eine Schach- und Schießsportabteilung zu gründen; doch hierfür wohl das Interesse zu gering. Großes Interesse widerfuhr jedoch der Gründung einer Damen-Gymnastikabteilung im Jahre 1971.
Unter dem damaligen 1. Vorsitzenden Günter Mell wurde im Jahre 1977 eine Karate-Abteilung gegründet, die leider nur bis 1979 bestand. Im April 2005 kam dann schließlich eine neue Abteilung hinzu: Inlineskating
Am 1. März 1982 fand unter dem 1. Vorsitzenden Willi Brosig die Gründung der Tennissparte statt, die sich neben der Fußballsparte zur stärksten Abteilung mauserte.
Im Dezember 1985 wurde Armin Vogel zum 1. Vorsitzenden gewählt, bis er 1998 von Jochen Kober abgelöst wurde. 2001 übernahm dann Bernd-Volker Vogel den Posten des 1. Vorsitzenden.
Durch eine Vielzahl der Sparten konnte die Mitgliederzahl in 1957 erstmals auf über 100 Mitglieder vergrößert werden und erreicht heute einen Stand von 519 Mitgliedern (Stand 28. Dezmeber 2006) in 5 Sparten.
1963 wurde der jetzige Sportplatz in Verbindung mit der damaligen Gemeinde Viermünden um- bzw. neugebaut.
1971 wurde die lang ersehnte Umkleidehalle in Zusammenarbeit mit der Stadt Frankenberg gebaut und eingeweiht. Des Weiteren wurde eine Trainingsbeleuchtung errichtet. 1976 wurde ein 2. Spielfeld gebaut.
Die mittlerweile zu lein gewordene Umkleidehalle wurde 1979 erweitert. Nach Gründung der Tennisabteilung wurden 1983 zwei neu errichtete Tennisplätze zum Spielbetrieb freigegeben.
Neue Räume für die Tennisabteilung sowie für den Fußballbetrieb wurden 1987 errichtet und zur Benutzung übergeben. Diese Baumaßnamen wurden von der Stadt Frankeberg sowie vom Landkreis finanziell gefördert. Ein wesentlicher Teil der Bauarbeiten wurde aber in Eigenleistung erbracht. Bis 1998 wurde ein 3. Spielfeld erbaut, welches eine komplette Beleuchtung besitzt. Der TSV 1925 Viermünden wurde im Jahr 1963 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Frankeberg eingetragen. Vom Finanzamt Frankenberg wird dem Verein seit 1976 die steuerliche Gemeinnützigkeit zuerkannt. In der Mitgliederversammlung vom 15. Januar 1977 wurde auf Antrag der Mitglieder der Vereinsname in „TSV Viermünden/Schreufa e.V.“ geändert.
Geschichte des SV Schreufa
Durch Auflösung des Kriegsgefangenlagers im Jahre 1946 hatten sich viele Neubürger in Schreufa angesiedelt. So dauerte es nicht lange, bis sich „Einheimische“ und „Neubürger“ auf der Herrenwiese zum Fußballspielen zusammenfanden. Als große Fußballfanatiker waren der Lagerarzt Dr. Hömberg zusammen mit Franz Reuter die treibenden Kräfte zur Gründung des SV Schreufa. Als 1. Vorsitzender wurde Franz Reuter gewählt.
Das erste Fußballspiel wurde im Sommer 1946 gegen Viermünden ausgetragen und endete 1:1. Im Jahre 1947 nahm der SV Schreufa schon an Meisterschaftsspielen unter Mitwirkung von Spielern aus Viermünden (Adolf Kruppa, Karl Zimmer, Günter Laube, Herbert Badurczyk) teil. Im Spieljahr 1948/49 errang Schreufa in der B-Klasse durch ein Entscheidungsspiel gegen Battenfeld, das mit 3:0 gewonnen wurde, die Kreismeisterschaft und stieg in die A-Klasse auf. Leider bleib man nur ein Jahr in der Spielklasse. Gefahren wurde zu den Auswärtsspielen mit dem Konrad Schäfer gehörenden LKW, der mit Holzvergaser ausgerüstet war.
Ob die Spieler wohl alle Holz mitbringen mußten als Entgelt und auch um den Rückweg zu sichern?
Auch an Pokalspielen wurde teilgenommen. Der erste Pokal wurde 1947 in Sachsenberg gewonnen und Pfingsten 1948 wurden beim Pokalturnier in Frankenberg ein Paar Fußballschuhe gewonnen, die Wilhelm Schmidt bekam. Beim Pokalturnier in Geismar 1949 spielte man in der Gruppe der A-Klasse und gewann durch Eckenverhältnis den Pokal.
Am 5. August 1951 fand in Viermünden ein Entscheidungsspiel um die B-Klassemeisterschaft zwischen Herzhausen und Schreufa statt, das 3:1 für Herzhausen endete. Wegen Spielermangel in Schreufa spielten dann Jochen Kratzert, Werner Schmidt, Kurt Ante, Hans Vesper und Hans Reuter ab 1953 in Viermünden.
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